FuturISE Konferenzbeiträge auf der ESA Konferenz 2026
Vom 25. bis 28. August 2026 nahm das FuturISE-Team an der Konferenz der European Sociological Association (ESA) in Warschau teil. Als Projektteam gestalteten wir die gemeinsame Session „Civic engagement of older people in communities and societies 1“ mit. Paul Higgs (UK) leitete die Session und eröffnete sie mit einer kurzen Einführung. Anschließend präsentierten Vertreter:innen aller drei FuturISE-Teams aktuelle Ergebnisse aus ihren jeweiligen Länderkontexten.
Nico Mira (Schweden) präsentierte „Legitimising Intergenerational Fairness: Media Constructions of Obligations during the COVID-19 pandemic in Sweden“ und zeigte auf, wie schwedische Medienartikel intergenerationelle Verpflichtungen im öffentlichen Diskurs während der Pandemie formulierten und begründeten.
Patricia Donovan (UK) präsentierte in Kooperation mit Eva Katharina Boser, Lena Dörmann, Nico Mira, Lijun Peng und Niklas Ellerich-Gropppe den Vortrag zu: „Intergenerational relations beyond the pandemic: A sociological analysis of media debates in the UK, Germany and Sweden“. Auf Grundlage eines internationalen Vergleichs und einer qualitativen Inhaltsanalyse von 817 Nachrichtenartikeln aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Schweden wurden Diskurse über physische und soziale Distanzierungsmaßnahmen während der Pandemie kritisch untersucht.
Lena Dörmann (Deutschland) präsentierte „Intergenerational Care in an Ageing Society: Empirical Insights into Sustainable Care Futures beyond the Nuclear Family“ und untersuchte, wie intergenerationelle Sorgearbeit im informellen Kontext moralisch verstanden und bewertet wird, auf Grundlage von acht Fokusgruppen mit Teilnehmenden aus Deutschland.
Über die gemeinsame Session hinaus bot die Konferenz zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch mit Forschenden aus verschiedenen Ländern, die an der Schnittstelle von Alter(n), intergenerationellen Beziehungen, Solidarität und Care arbeiten. Die Gespräche eröffneten neue Perspektiven und Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch zu Fragen, die für FuturISE von zentraler Bedeutung sind.
Am Freitag bildete schließlich ein hybrides FuturISE-Konsortiumtreffen den Abschluss der Konferenzwoche. Dabei kamen auch die Teammitglieder zusammen, die nicht nach Warschau reisen konnten. Das Treffen bot eine gute Gelegenheit, die Konferenz zu reflektieren, laufende Projektaktivitäten zu besprechen und die gemeinsame Arbeit der drei Länder-Teams weiterzuführen.